Hunsfelssee Panorama

Tauchen im Hunsfelssee – Eindrücke aus dem ehemaligen Kalksteinbruch bei Stromberg

Am 5. September machte sich eine bunt gemischte Truppe von zwölf TSC-Taucherinnen und Tauchern auf den Weg in die idyllische Stadt Stromberg, um den Hunsfelssee zu erkunden. Während einige direkt auf dem Gelände mit ihren Campern übernachteten und so das besondere Flair des Sees in den Abend- und Morgenstunden genießen konnten, kehrte der Rest der Gruppe in nahegelegenen Unterkünften ein.

Am Samstagmorgen ging es dann offiziell los. Die Einfahrt zum Geländes ist kaum zu verfehlen, denn eine alte Tauchflasche, die auf der Rückseite eines Andreaskreuzes befestigt ist, weist uns den Weg. Vor Ort empfing uns Rüdiger von der Tauchbasis und erklärte uns, welche Tauchgänge im See möglich sind, welche Highlights uns erwarten und welche Besonderheiten zu beachten sind. Nach diesem ausführlichen Briefing hielten wir uns nicht lange auf, denn die Vorfreude auf das erst Abtauchen war groß.

Der Hunsfelssee ist noch ein recht junger Tauchspot: Er entstand vor etwa zehn Jahren durch die Sprengung einer Grundwasserader im ehemaligen Kalksteinbruch. Bereits kurze Zeit nach der Flutung kam die Idee auf, hier eine Tauchbasis zu errichten, die schließlich im Jahr 2020 eröffnet wurde. Seitdem entwickelt sich die Tauchbasis stetig weiter und bietet Taucherinnen und Tauchern ein breites Spektrum an Möglichkeiten. Mit einer Tiefe von bis zu 54 Metern eignet sich der See sowohl für Anfänger:innen als auch für erfahrene Taucherinnen und Taucher.

Die Flaschenfüllungen wurden schnell, zuverlässig und komfortabel per Hol- und Bringdienst erledigt. Von unserem Gruppenstellplatz bis zum Einstieg waren es zwar rund 250 Meter Fußweg, doch mithilfe von Lastenkarren ließ sich die Ausrüstung bequem transportieren. Herausfordernder war der Rückweg nach dem Tauchgang: Der Weg über die alte Zufahrtsstraße des Steinbruchs verlangte uns einiges ab – ein kleiner sportlicher Bonus neben dem eigentlichen Tauchen.

Am Samstagabend ließen wir den Tag bei einem gemütlichen Beisammensein in einem Restaurant in Stromberg ausklingen. Gemeinsam wurde gegessen, gelacht und natürlich über die Eindrücke des Tages gesprochen.

Am nächsten Tag trafen wir uns wieder um 9 Uhr morgens am See und planen unsere Tauchgänge. Der See bot uns ein vielfältiges Angebot sowohl für flache, als auch tiefere Tauchgänge. Die alte Zufahrtsstraße bildet die einzige Flachwasserzone des Sees, ist jedoch für Taucher:innen gesperrt. Folgt man ihrem Verlauf unter Wasser, so taucht man in 6 bis 12 Metern Tiefe durch eine grün bewachsene Zone, in der Barsche und Zander ihre Bahnen ziehen. Besonders beeindruckend waren die markanten Gesteinsformationen und Steilwände, die dem See einen fast mystischen Charakter verleihen. Zudem sind noch einige Relikte aus der Zeit des aktiven Steinbruchs zu entdecken: So gibt es zum Beispiel einen alten Scheinwerfer in 20 Metern Tiefe und eine ehemalige Ampelanlage auf 40 Metern zu sehen. Außerdem liegt unweit des Einstiegs in etwa 20 Metern Tiefe die Segeljolle „Robert“. Der Südostbereich des Sees war wegen Steinschlaggefahr gesperrt.

Auch für Ausbildungszwecke ist der Hunsfelssee bestens ausgestattet: Mehrere mit Spiegeln versehene Übungsplattformen in fünf Metern Tiefe bieten ideale Bedingungen für Übungen aller Art.

Alles in allem war es ein gelungenes Tauchwochenende, das uns sowohl taucherisch als auch gemeinschaftlich in Erinnerung bleiben wird. Der Hunsfelssee hat uns nicht nur mit seinem klaren Wasser und seiner beeindruckenden Unterwasserlandschaft begeistert, sondern auch mit der professionell geführten Basis und der tollen Atmosphäre vor Ort überzeugt.

Ein besonderer Dank geht an Conny für die Organisation sowie an alle, die sich beim Transport der Ausrüstung oder auf andere Weise eingebracht haben.

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